Traumhaftes langes Oktoberwochenende auf Sylt

30. September 2011 (304 km, 40 dkr und 1 Camping Cheque)

Heute haben wir unseren diesjährigen Sylturlaub in Kurzform nachgeholt. Eigentlich sollte es im Sommer bereits nach Rantum für drei Wochen gehen. Aufgrund der Wetterlage haben wir dann kurzfristig umgeplant. Das Fährticket konnten wir glücklicherweise kostenlos umbuchen. Eine Stornierung war in der Kürze leider nicht mehr möglich. 

 

Wir haben die Insel in den kommenden Tagen mit bestem Wetter geniessen dürfen und kommen mit Sicherheit wieder!

 

Gegen 15 Uhr sind wir gestartet. Aufgrund vieler Staus wurden wir vom Navi quer durch Hamburg geschickt und haben somit einen Teil der A7 und den Elbtunnel umfahren.

Vorgestellt hatte ich mir eine Ankunftszeit von ca. 19 Uhr in Dänemark auf der Insel Romo. Den Sonnenuntergang konnten wir leider nicht mehr am Strand von Romo erleben. Auf dem Damm haben wir diesen noch geniessen dürfen. Es war mittlerweile 19.30 Uhr und zum Strand waren es noch locker 15 bis 20 Minuten. Der Magen knurrte und wir wollten eigentlich noch bei Helligkeit den Campingplatz erreicht haben. Na ja, sollte halt anders sein. Gegen 19.50 Uhr konnten wir nun am Strand von Romo aussteigen und das Wasser und die Sehluft geniessen. Es waren noch einige Wohnmobile und viele PKW am Strand und haben zuvor den Sonnenuntergang genossen. 

Jetzt wollten wir erstmal dänische Kronen holen und einen leckere  Hot dogs essen. Geld am Automaten zu bekommen war kein Problem. Leider gab es nach 20 Uhr keine Polser mehr am Imbis. Somit mussten wir hungrig und ein wenig enttäuscht zum Campingplatz weiterfahren. Zum Glück war hier eine Anreise bis 22 Uhr möglich. Ziel war der Campingplatz "Romo Familie Camping". Ausgesucht haben wir den Campingplatz aufgrund der guten Bewertungen in verschiedenen Campingplatzforen und aufgrund der Annahme von Camping Cheques und ACSI. In unserem Fall haben wir noch Camping Cheques gehabt und konnten hiermit bezahlen. Für Felix wurden lediglich 40 Kronen berechnet.

1. Oktober 2011 ( 52 km, 72,10 € Campingplatz Wenningstedt)

Am heutigen 1. Oktober wurde der Wecker gestellt. Wir wollten in Ruhe im Hafen von Havneby frühstücken und zeitig am Fähranleger stehen.

 

Brötchen und einen leckeren Donut sowie eine Rumkugel haben wir uns aufgrund einer Empfehlung in der Bäckerei Rømø Bageriet gekauft. Diese liegt auf dem Weg zum Hafen auf der rechten Seite (Havnebyvej 214, 6792 Rømø). Für 60 dkr gab es hier lecker Brötchen zu dem Donut und der Rumkugel. Eigentlich ein stolzer Preis. Leider war in manchen Brötchen etwas zuviel Luft. Dies ist in Deutschland aber auch häufig der Fall.

 

Im Anschluss wollten wir im Hafen noch Fischbrötchen bei Otto & Anis Fisk kaufen. Leider machte der Laden aber erst um 10 Uhr auf und somit konnten wir nur noch zusehen wie Eis in der Auslage aufgefüllt wird. Anschließend ging es dann zur Fähranleger. Wir waren zeitig da und standen somit auf unserer Spur ganz vorne. Die Syltfähre kam letztendlich auch mit einer grösseren Verspätung in den Hafen.

 

Mit unserem Womo sollte es die erste Tour auf einer Fähre sein. Für Anette eine Herausforderung. Bilder sagen oft mehr als Worte.

Gegen 9.30 Uhr gab es aber erstmal lecker Frühstück im Wohnmobil am Fähranleger.

 

Die Syltfähre sollte eigentlich um 10.30 Uhr ablegen, kam aber erst 10.20 Uhr in Havneby an und das Entladen und Aufladen dauerte ca. eine halbe Stunde. Um 10.50 Uhr war der letzte Wagen auf der vollen Fähre drauf und es hieß Leinen los nach List.

 

Neben einem LKW, einigen Bussen waren wir mit einigen Wohnmobilen und einer Vielzahl von PKW an Bord der Syltfähre. Diese Fähre ist 2005 erneuert worden und es hat sich so einiges zu der alten Fähre geändert. Mehr Komfort in jedem Fall. Kurz nach der Abfahrt heulten die ersten Alarmanlagen im unteren Bereich auf. Die Überfahrt zur Insel Sylt war bei dem traumhaften Wetter ein Genuß. 

 

Gegen 11.30 Uhr öffnete sich die Klappe der Fähre und das Ausladen begann. Es war ein unbeschreibliches Gefühl nach vielen Jahren wieder auf Sylt angekommen zu sein. Schade nur dass der Hafen von List seinen Charme aus vergangenen Jahren verloren hat. Gosch und der andere Kommerz haben hier die Oberhand gewonnen. Kein Fischkutter mehr im Hafen. Dort wo früher Krabben gepuhlt worden sind, werden heute Champagner und andere Leckereien zu "guten" Preisen verkauft.

In List angekommen ging es dann über den Aldi Markt auf Sylt gleich in Richtung Campingplatz Wenningstedt. Da wir nicht reserviert hatten, wollten wir keine Zeit verlieren und auch den Tag noch gut nutzen bei dem traumhaften Wetter. Felix hat dann recht schnell den Strand erkundet und war dann erstmal weg. Kein Wunder - siehe bei den Bildern!

Nun zur Frage warum wir uns für den Campingplatz in Wenningstedt entschieden haben. Eigentlich ist das Preisniveau nach unserer Recherche überall fast identisch. Dieser Campingplatz ist mehrfach vom ADAC ausgezeichnet worden und die neuen Sanitäreinrichtungen haben uns letztendlich zu dieser Wahl bewegt. Des weiteren sollte der Strand gut zugänglich sein und der Hund sollte an den Strand können. Alles hat zu 100% gepasst. 

Am Nachmittag sind wir dann erstmal nach Wenningstedt gegangen. Vom Campingplatz aus sehr gut erreichbar. 

Empfehlenswert ist der Besuch des Meyer Feinkost in Wenningstedt im Osterweg 1. Im Geschäft kann man auch "normale" Sachen einkaufen. Sehr schön sind u.a. das Fischgeschäft und die Bäckerei im vorderen Bereich des Feinkostladens. Hier sollte man sich Brot frisch aufschneiden lassen und beim Fischladen lecker Fischsalate holen. Ein Genuss für kleines Geld!

Am späten Nachmittag konnten wir auf dem Campingplatz noch ein Sonnenbad geniessen. Anschliessend sollte auch Kira dran sein und es ging zum Strand runter. Positiv aufgefallen ist uns dass der Hundestrand unmittelbar erreichbar war. Nix mit grossen Umwegen oder kurzen Strandabschnitten. Hier konnte Kira am Strand mit anderen Hunden toben und ins Wasser gehen.

Anschliessend ging Kira und der Rest erstmal duschen. Kira in der Hundedusche mit Podest - klasse Einrichtung - und wir in den schönen Duschen im Waschhaus. Jetzt wartete lecker Abendessen mit Raclette auf uns und dann ging es nochmals zu einer abendlichen Runde zu zweit durch Wenningstedt. Felix genoss lieber die Ruhe in seinem Alkoven.

2. Oktober 2011

Nach einem ruhigen Frühstück in der Sonne sollte es heute zu einer Wattwanderung gehen. Zu Fuß ging es am Golfplatz von Wenningstedt vorbei in Richtung Braderuper Heide. Das war ein schöner Fussweg mit über 3 km. Ist aber gut zu erreichen und man muss keinen Parkplatz suchen. Vor uns lag dann schliesslich das Watt und wir freuten uns auf einen schönen Fussmarsch. Irgendwie sollte es anders komen. Die Bilder sagen da mehr.

Gegen 14 Uhr ging es dann wieder zurück in Richtung Campingplatz. Vorher noch die Schuhe saubermachen und vom Schlick befreien. Fast wären die Schuhe von Oliver noch im Watt in ca. 50 cm Tiefe versunken. Dank Felix konnten sie weider ausgegraben werden.

Nach einer schönen Dusche für alle incl. Kira, einem leckeren Eis aus dem Gefrierfach ging es für uns Eltern gegen 17 Uhr dann nochmals los. Kampen war zu Fuss nur etwa 30 Minuten entfernt und wir wollten den Sonnenuntergang auf dem Rückweg geniessen.

 

Der Fußweg nach Kampen ist gut vom Campingplatz aus zu erreichen und führt an dem Campingplatz von Kampen vorbei in Richtung Hauptstrasse von Kampen. Ziel sollte dann erstmal die Uwe Düne sein und über das rote Kliff dann zurück zum Strand nach Wenningstedt. Der Abendspaziergang dauerte etwas über eine Stunde und war wunderschön.

3. Oktober 2011 ( 72,10 € Campingplatz, 299 km)

Der letzte Tag auf der Insel war gekommen. Nach einem Frühstück mit viel Sonne und warmer Jacke ging es  über Kampen nach List. In List das Wohnmobil abzustellen ist nicht gerade einfach. Die meisten Parkplätze sind nur für PKW ausgewiesen. Dennoch haben wir für ein paar Stunden noch einen guten Parkplatz finden können. Am letzten Tag sollte es nochmals an den Strand von List gehen.

Zur Mittagszeit hat es uns dann zu Gosch an den Hafen gezogen. Wo früher noch Krabbenkutter lagen und typische Fischbuden waren, da sind heute nur noch solch grosse Essenstempel vorhanden. Schade eigentlich.

Empfehlen können wir bei Gosch den Kauf der selbstgemachten Fischfrikadellen und der geräucherten Lachsrollen. Ein Genuss!

 

Nach dem Essen ging es wieder zurück zum Wohnmobil über den Strand.

Für den 3. Oktober 2011 haben wir uns einen Platz auf der letzten Fähre nach Romo gebucht. Wir sind recht zeitig vor Ort gewesen und standen somit in erster Reihe. 

 

Nach uns gesellten sich noch weitere Wohnmobile hinzu. Dennoch war die Fähre aber nicht voll ausgebucht.

 

 

Das war unser Sylt Besuch in 2011. Wir kommen in jedem Fall wieder. Da sind wir alle uns sicher!

 

Die zweite Halbzeit der Überfahrt haben wir für das Abendessen im Wohnmobil genutzt. Es wurde langsam dunkel und draußen konnte man auch nichts mehr erkennen. Im Wohnmobil gab es dann lecker Fisch und Felix hat seine erste Sprotte probiert.

 

Vor uns lag dann nur noch die Heimfahrt nach einem wunderschönen Aufenthalt auf der Insel Sylt.