Wochenendausflug an die Ostsee - Boltenhagen

9. März 2012 (95 km, 7 Euro Stellplatzgebühr)

Unseren  Sohn haben wir gerade in die Bahn gesetzt mit einer Freizeitgruppe nach Lübeck über das Wochenende. Somit für uns mal Zeit das Wochenende alleine auf Tour zu gehen. Ziel sollte die Ostsee sein. Grobe Richtung evtl. Boltenhagen.

 

Schnell noch Einkäufe erledigt und dann ging es über Hamburg-Harburg zum ersten Übernachtungsstop nach Mölln. Laut Promobil-App sollte hier ein ruhiger Stellplatz in der Nähe der Stadt sein. Gegen 21 Uhr sind wir dann endlich (leider etwas spät) dort eingetroffen. Wir sollten nicht die einzigen Gäste sein. Vier weitere Wohnmobile standen schon dort.

 

Nach einem leckeres Essen ging es ins warme Bett und es folgte eine ruhige Nacht. Ruhig? Naja, die Erkältung und den Virus mal nicht weiter erwähnt hierbei.

 

Die Nacht kostet auf diesem Stellplatz 7 € incl. Strom. Strom wird nicht seperat abgerechnet. Er ist bereits im Preis am Parkscheinautomaten enthalten. 

10. März 2012 (126 km, kostenfreie Übernachtung)

Nach einer ruhigen Nacht und einem ausgiebigen Frühstück ging es erstmal in Richtung Mölln. Vom Stellplatz aus kann man in Ruhe an den Gleisen entlang in Richtung Jugendherberge laufen. Über den Doktorhofweg und die Hauptstrasse wieder zurück in Richtung Markt und zurück zum Stellplatz. Somit ging es gegen Mittag dann langsam weiter gen Norden in Richtung Boltenhagen.

 

Die Fahrt verlief über Ratzeburg am dortigen Stellplatz am Gildehaus entlang. Dieser Stellplatz ist ebenfalls recht preisgünstig mit 3 € je Nacht und seine Lage ist auch für eine Nacht interessant. 

 

Auf der Fahrt nach Boltenhagen wurden wir durch die Beschilderung auf ein Steinzeitdorf Kussow aufmerksam und folgten dieser. Hierbei standen wir jedoch am Samstag vor verschlossenen Türen. Am Wochenende ist hier nicht geöffnet. Auch nicht in der Hauptsaison und Freitags nur "gelegentlich". Somit also sicherlich kein Tipp für Touristen. Angesprochen werden hier aus unserer Sicht nur Schulklassen. Also ging es recht schnell wieder ins Auto und weiter gen Norden.

Auf die Nachfrage per Mail erfolgte folgende Rückantwort vom Projektleiter hierzu:

"Leider mußten wir aus Kostengründen das Büro wechseln und waren längere Zeit ohne Telefon und Internet . Der Internetauftritt des Steinzeitdorfs müßte ebenfalls seinen Server wechseln und zur Zeit wird die Internetseite an den neuen Server angepaßt . Unsere Öffnungszeiten sind im November bis 31.März Montags bis Donnerstags von 09.00 bis 15.00 Uhr und ab April bis Oktober von 10.00 bis 17.00 Uhr ."

 

Ziel sollte in Boltenhagen eigentlich der Wohnmobilstellplätz Krämer´s sein. Zuvor wollten wir uns einen Überblick verschaffen und haben die verbleibenden Plätze in der Nähe  angeschaut. 

 

Erster Wohnmobilstellplatz war etwas außerhalb beim Swin Golf Boltenhagen. Dieser Stellplatz war leider im März noch nicht für die lfd. Saison hergerichtet. Die Bilder zeigen jedoch auf der Website einen ruhigen Stellplatz. Der Inhaber hat uns auf Anfrage die Preise für die Saison 2012 nocht nicht mitgeteilt. Auf der Website wird für die Nacht ein "kleiner Obolus" verlangt.  Die Zufahrt ist für Wohnmobile aufgrund der schlechten Strasse noch sehr holprig. Dies soll zum Saisonstart noch ausgebesssert werden.

 

Nächster Stop war der Stellplatz des Regenbogen Campingplatzes. Die Beschilderung und die Hinweise im Internet waren eindeutig. Diesen Platz werden wir ebenfalls nicht nutzen können und auf den Campingplatz wollten wir nicht.

 

Anreise (sofern denn möglich) erst ab 18 Uhr und Abreise bis 10 Uhr zu 15 €. Das war uns entschieden zuviel. Die Hinweise im internet in Sachen Preispolitik haben sich somit bestätigt. Wir haben den Betreiber hierzu mal angeschrieben und um eine Antwort gebeten. Wir sind gespannt wie diese aussehen wird. Es ist Anfang März und der Platz "sei bereits geschlossen". So kann man die Saison auch verschlafen und man gewinnt keine neuen Besucher.

 

Kurz darauf folgte der Wohnmobilpark Boltenhagen. Auch hierbei haben wir uns den Platz nicht weiter angeschaut. Die Preistafel reichte uns bereits um festzustellen, dass wir hier nicht übernachten wollten. Dass in Boltenhagen Kurtaxe erhoben wird war uns klar. Hier sollten wir für unsere Kira als Hundebesitzer noch 2 € extra bezahlen. Auf einem Stellplatz eigentlich nicht unbedingt üblich. Die übersichtliche und eindeutig beschriebene Preisübersicht hat uns zur Weiterfahrt bewogen. 

Genau daneben liegt ein weiterer Stellplatz. Dieser Platz könnte uns gefallen: Krämer´s Wohnmobilhafen Boltenhagen. In der Nebensaison kostet der Stellplatz incl. 2 Personen 10 € zzgl. Strom und Kurtaxe. Hund darf kostenfrei übernachten. 

 

Wir haben kurz überlegt und unsere Pläne spontan geändert. Es sollte nunmehr in Richtung Wismar weitergehen. Also wieder rein ins Auto und den kurzen Weg nach Wismar. 

 

Außerhalb von Boltenhagen sollte erstmal für einen Spaziergang am Strand Zeit sein. Wären da nur nicht überall diese Verbotsschilder für Hunde. Die Park- und Strandautomaten waren glücklicherweise noch nicht in Betrieb. Die frische Luft tat uns gut und Kira hat es genossen. 

Bis nach Wismar kamen noch zwei weitere Stellplätze und keiner war aus unserer Sicht schön.

 

Hier der Stellplatz in Zierow. Der Website nach ein 4 Sterne Campingplatz mit einem davor gelegenen Wohnmobilstellplatz. Die Bilder sagen sicherlich genug. Hier wollten wir mit Sicherheit für 15 € keine Nacht stehen bleiben.

 

 

Nachdem wir diesen Stellplatz schnell wieder verlassen haben ging es weiter in Richtung Wohlenberg. Die Information im App waren vielversprechend und wir hätten uns vorgestellt hier auch zu übernachten. Das Feriendorf an der Ostsee sollte uns jedoch nicht willkommen heißen.

 

Das Tor zur Auffahrt des Stellplatzes war verschlossen und somit sind wir auf den Parkplatz gefahren. Am ersten Baum hiess es Stop aufgrund der Höhe unseres Womos. Dann wieder rückwärts raus aus dem Gelände und zur Reception des Feriendorfes. Dort erhielt ich die Info: "Wir haben ja nur wenige Stellplätze." Man tat sich schwer das Tor zu öffnen und so sind wir letztendlich leicht genervt wieder gefahren. Wer keine Gäste haben möchte, dem fehlt nur noch die passende Werbung. Für uns 0 Punkte. Gastunfreundlich für uns Wohnmobilisten. Auf eine Stellungnahme warten wir noch.

 

Jetzt ging es dann letztendlich nach Wismar. Aufgrund der Tatsache dass uns das Kleingeld für den Parkautomaten am Wohnmobilstellplatz im Hafengebiet fehlte, haben wir uns nochmals zum Hafen auf den Weg gemacht. Fischbrötchen essen und Geld wechseln. Einen Parkplatz konnten wir um diese Jahreszeit noch gut  finden. Auf den großen Parkfllächen war unser Wohnmobil nicht erwünscht. Am Rand in den Parkbuchten konnte man jedoch gut stehen.  Im Hafen gab es dann wieder die bekannten leckeren Fischbrötchen. Für 2 Euro bekommt man hier ein sehr leckeres Brötchen mit Bismarckhering, Matjes oder Räucherfisch. Selbst unsere Kira bekam drei Sprotten und hat sie verschlungen - lecker! Auf dem Weg zum Parkplatz am Hafen wurden wir auf einen anderen Stellplatz mit nur 5 € Übernachtungsgebühr aufmerksam. Nach einem Bummel durch die Stadt stand fest, wir fahren dorthin und wollen ja eigentlich nur einen Platz zum Schlafen finden. Also auf nach Zurow zum Stellplatz von Caravan Krassow am Schloß.

 

Der Stellplatz liegt nur wenige km von Wismar entfernt und ist somit eigentlich gut und schnell erreichbar. Die Anfahrt kurz vor dem Schloß ist für hohe Wohnmobile etwas unglücklich da die Bäume noch nicht geschnitten worden sind. Auf dem Hofgelände ist es auf Anhieb nicht einfach gewesen die Stellplätze zu finden. Angekommen waren wir die einzigen Gäste an diesem Samstag Abend. Das hat uns eigentlich sehr gewundert, zumal der Stellplatz in Wismar schon recht gut belegt war für Anfang März. Dennoch sind wir geblieben. Strom angeschlossen und Essen auf den Herd. Die Nacht war ruhig und somit gut. 

Zum späten Abend ist noch ein weiteres Wohnmobil gekommen und über Nacht geblieben. Am Folgetrag war jedoch niemand da (auch kein Betreiber) und es wurde somit kein Entgeld von uns verlangt.

 

Der Betreiber wurde per Mail kontaktiert und es soll im Anschluss einiges am Platz gemacht worden sein. 

 

11. März 2012 (164 km)

Heute ging es langsam wieder gen Heimat zurück. Um 16 Uhr war unsere Ankunft am Lüneburger Bahnhof notwendig um unseren Sohn rechtzeitig abholen zu können.

 

In Zarrentin haben wir am Schaalsee nochmals Halt gemacht und das gute Wetter mit einem Fischbrötchen (Seibling) genossen.