Es sollte nicht sein - Diagnose am 1. Tag in Italien Oberarmbruch und Abriss der Sehne

Campingplatz Sägemühle in Prad am Stilfserjoch
Campingplatz Sägemühle in Prad am Stilfserjoch

Am 27. Juli 2011 sind wir statt zur Insel Sylt (Fähre wurde nun auf den Oktober 2011 umgebucht) in den sonnigen Süden gefahren. Es sollten drei sonnige Wochen im schönen Italien werden. Alle haben wir uns riesig auf diese 3 Wochen gefreut. Sylt wurde angesichts des Wetters zunächst auf den Oktober verschoben.

 

Leider kam alles anders. Oliver wollte auf dem Reschenpass Pannenhilfe leisten. Beim Anschieben eines fremden PKW rutschte er auf der ausgelaufenen Kühlerflüssigkeit aus und brach sich den Oberarm. Aus die Maus. Nachdem ein Krankenhausbesuch in der Schweiz erst noch hoffen ließ, dass sich dieser konventionell behandeln läßt und noch einigen Tagen zur Beobachtung des Bruchs in Südtirol musste die Rückreise leider angetreten werden.

 

Sommerurlaub 2011 war zu Ende.

 

Nun aber zunächst der Reihe nach.

 

27. Juli 2011 (88 km, Stellplatz Übernachtung 16 €)

Spontan haben wir uns auf dem Hinweg entschlossen unsere Freunde zu besuchen. Diese haben noch einige Tage am Campingplatz Südseecamp in Wietzendorf verbracht.    

 

Für die Übernachtung haben wir mit unserem Wohnmobil noch den letzten Platz an diesem Tag gefunden. Übernachtung kostet 12 € zzgl. ggf. Strom. Somit haben wir zusammen 16 € für die erste ruhige Nacht bezahlt.

 

 

28. Juli 2011 (474 km, Stellplatz kostenlos)

 

Nach einem ruhigen Frühstück konnten sich die Familien erst am Nachmittag voneinander trennen und es ging weiter über die Kasseler Berge in Richtung Bayern. Ziel für die zweite Nacht sollte der Stellplatz in 97291 Thüngersheim sein.

In Hannover haben wir noch den Bahlsen Shop aufgesucht. Hier wurden einige Vorräte in Sachen Chips und Kekse aufgefüllt. Bahlsen ist immer wieder einen Stopp wert.

Der Stellplatz ist Thüngersheim hat folgende Vorzüge zu verzeichnen: kostenfreie Übernachtung, Stromsäulen sind bei Bedarf gegen Gebühr vorhanden, Entsorgung am Freibad möglich. 

Nachteil: laut, da die Bahntrasse in unmittelbarer Nähe ist.

29. Juli 2011 (386 km, Stellplatz kostenfrei aufgrund defektem Parkautomaten)

 

Die heutige Etappe sollte etwas kürzer als geplant ausfallen. Auf dem Weg zu unserem Stellplatz in Memmingen haben wir zu Mittag Stopp beim Fabrikverkauf der Fa. Hiestand in Gerolshofen eingelegt. Im Anschluss haben wir noch die Fa. Triumpf International in Heubach besucht. Bei der Fa. Hiestand gibt es Backwaren. Hier kann das Tiefkühlfach dann mit Leckereien gefüllt werden. Dieser Fabrikverkauf lohnt aus unserer Sicht. Probieren ist im Shop möglich. Parkplatz ist vor dem Shop vorhanden. Netto Supermarkt ist auch genau gegenüber. Stellplatz ist nur wenige hundert Meter entfernt gewesen.

Die Firma Triumpf ist in erster Linie für die Damen ein Hit. Aber auch für uns Männer wird man fündig. Somit ein durchaus lohnender Abstecher.

Am Abend sind wir dann auf dem Stellplatz in Memmingen angekommen. War schon recht voll. Dennoch haben wir noch einen schönen Platz gefunden. Man muss bei Einfahrt auf der rechten Seite nur auf die hohen Bäume achten. Für lange und grosse Wohnmobile ist die linke Seite besser anzufahren. Stromsäulen sind reichclich vorhanden und Ver- und Entsorgung ist am Platz. Bei unserer Anfahrt war der Parkautomat jedoch defekt und so war die Übernachtung für uns kostenfrei. Lediglich für Strom haben wir bezahlt.

30. Juli 2011 (260 km, Stellplatz kostenfrei)

 

Nach einem Spaziergang vom Stellplatz durch die Altstadt zum Marktplatz nach Memmingen wurde gefrühstückt mit frischen Brötchen. Der Fussweg ist wirklich zu empfehlen. Schön angelegt und ein nettes Städtchen.

 

Im Anschluss sollte es nunmehr weitergehen in Richtung Reschenpaß nach Südtirol zum Stellplatz Haidepark. Es sollte der letzte Urlaubstag werden vor dem Armbruch.

 

Auf dem Weg zum Reschenpaß sind wir in Füssen noch beim Fabrikverkauf von Vaude (Schäfflerstr. 19b, 87629 Füssen) eingekehrt. Es sollte kein normaler Shoppingbesuch werden. Felix durfte im Laden noch den unter dem Hallendach angelegten Hochseilgarten ausprobieren. Bei einem Einkauf im Shop reduziert sich der Eintrittspreis auf 3 € (Eintritt rgulär 12,90 €). Somit ein lohnender Abstecher. Wir konnten in Ruhe einkaufen und unser Sohn hat den Hochseilgarten genossen.

Gegen 19 Uhr sind wir dann erst in Samnaun in der zollfreien Zone zum Tanken eingetroffen. Der Liter Diesel hat hier an diesem Tag 1,149 € gekostet. Hier gibts die aktuellen Preise und weitere Shoppingtipps.

 

Nach dem Tanken ging es dann in Richtung Reschenpaß nach Mals/Burgeis zum Restaurant Haidepark. Der Restaurantbesuch mit der ersten Pizza in Italien war sehr schön. Preislich schaut das wie folgt aus: kl. Radler 1,70 €, 0,4 Cola 3,40 €, Pizza Margeritha 5,50 €. Auf dem Parkplatz vor dem Restaurant durften wir kostenfrei übernachten. Wer einen guten Schlaf hat kann hier gut stehen. Uns war es entschieden zu laut. Eigentlich ja auch klar. Der Reschenpaß ist eine beliebte Verbindung nach Südtirol.

31. Juli 2011 (44 km, Campingplatz Sägemühle 309,53 € bei 6 Nächten)

 

Diesen Tag werden wir so schnell nicht vergessen. Nach einer unruhigen Nacht sind wir gestartet und haben uns auf den Gardasee mit Weiterfahrt in die Toskana gefreut. Strahlender Sonnenschein hat uns begruesst. Auf der Reschenstrasse gegen 8.45 Uhr nochmals kurz gehalten bis ein PKW mit einer italienschien Familie liegengeblieben ist. Die Frau bat um Hilfe, da das Auto mitten auf der Strasse stand und Kühlwasser verloren hat. Spontan habe ich geholfen. Beim Wegschieben jedoch auf dem auslaufenden Kühlwasser ausgerutscht und gestürzt. Zunächst bin ich von einer Prellung ausgegangen. Da der Arm bei der kleinsten Anstrengung schmerzte und diese nicht weniger wurden haben wir über die SOS-Taste am Navigationsgerät das nächste Krankenhaus angesteuert.

 

Das Krankenhaus hat sich auf der schweizer Seite befunden. Anette hat mich somit ins Ospidal Val Muestiar gefahren. Diagnose in der Notaufnahme: Oberarmbruch in der Schulter und Abriss der Sehne. Der Urlaub war vorbei. Beim ersten Röntgen sah es noch gut aus. Der Bruch könnte ohne eine OP wieder zusammenwachsen. Empfohlen wurde ein Aufenthalt in der Region um den Arm ruhig zu stellen und in den kommenden Tagen nochmals zur Kontrolle zu röntgen. Diesen Rat haben wir angenommen. Angesteuert haben wir im Anschluss den Campingplatz Sägemühle in Prad am Stilfserjoch.

 

Wir haben mehr oder weniger noch einen der letzen freien Plätze bekommen. Es war zwar nur ein etwas kleinerer Platz auf dem Areal der Premiumplätze, dafür aber etwas günstiger. Dies war uns in der aktuellen Situation aber egal. Wichtig waren uns die sanitären Räume und ein schönes Schwimmbad mit Spielgelegenheiten und Animation für unseren Sohn. 

 

Ich musste meinen Arm so oder so ruhig stellen. Am 3. August ging es erneut ins Schweizer Krankenhaus zur Kontrolle und zum Röntgen. Am 6. August stellte sich dann beim erneuten Röntgen heraus das sich der Bruch verschoben hat und ich mich umgehend daheim im Krankenhaus operieren lassen sollte.

 

Im Anschluss fuhr Anette schliesslich das erste Mal die Tour zurück knapp 1000 km alleine. Um 12 Uhr losgefahren und in der Nacht um 1 Uhr daheim angekommen. 

 

Wenige Tage später lag ich dann schon im Krankenhaus und wurde operiert. 

 

Das war unser Sommerurlaub 2011.