Wahnsinn - hat nur 30 Tage gedauert

    Unglaublich! Nach gut 30 Tagen wurde unser Wohnmobil heute wieder zurückgebracht. Jetzt fährt er auf schicken Goldschmitt Alufelgen mit den passenden Winterreifen (Foto 1 und 3) und den Zusatzschraubenfedern von Goldschmitt für mehr Achslast hinten.

    Die bisherigen Alufelgen (Foto 2) mit Sommerreifen sind keine 8.000 km gefahren worden und stehen jetzt zum Verkauf. Anfragen sind willkommen.

    Das ganze "Theater" begann während unserer ersten grösseren Tour in die Schweiz und nach Italien im Frühjahr diesen Jahres. In Deutschland wurden wir noch von der Polizei rausgeholt und ein Kamerateam vom Fernsehen wartete ebenfalls auf uns.

    Voller Gelassenheit ging es auf die Waage. Achse für Achse. Dann noch auf eine zweite Waage und das gleiche nochmals. Schliesslich standen die Fakten fest. Gesamtgewicht nicht überschritten - aber! Die Achslast hinten mit mehr als 240 kg überladen und vorne war noch Luft. Und nun? Fahrräder nach vorne? Fast! Alles möglich musste umgeladen werden. Ansonsten hätte es keine Weiterfahrt für uns gegeben. Nach einiger Zeit wurde uns dann die Weiterfahrt genehmigt. Jetzt waren nur noch die Fahrräder sowie Stühle und Tisch hinten. Dazu unsere Schuhe. Die Heckgarage war somit sehr übersichtlich gefüllt. Wenige Tage danach gab es Gesprächsbedarf mit Knaus und unserem Händler.

    Wir haben nicht ohne Grund seinerzeit unser Wohnmobil von 3.500 kg auf 3.850 kg auflasten lassen. Der Händler konnte dies gar nicht nachvollziehen und hat uns über die "Probleme" aufmerksam machen wollen. Leider wurde uns in diesem Zusammenhang das Maxi Fahrgestell beim Kauf nicht vorgeschlagen. Das war ein grosser Fehler.

    Kurz darauf haben wir unser Wohnmobil dann nochmals wiegen lassen. Hersteller meinte noch das das ausreichend sei. Weit gefehlt! Die Heckgarage hätte danach leer bleiben müssen. Warum dann noch ein Fahrradheckträger werksseitig montiert worden ist? Alles wenig nachvollziehbar. Tüv und Polizei sind die Probleme mehr als bekannt. 

    Nach einem Werkstattaufenthalt von 4 (in Worten: vier) Wochen wurde unser Wohnmobil nun zurückgebracht. 

    Der Einbau der Goldschmitt Zusatzschraubenfedern für die Hinterachse war kein Problem. Es hat danach aber keine TÜV Freigabe gegeben. Grund: Reifen entsprachen nicht der notwendigen Traglast und Alufelgen ebenso wenig. Die Profis der Werkstatt versuchten nunmehr Gutachten bei den Herstellern Irischer und Continental nachzureichen. Alles ohne Erfolg. Warum gibt es wohl die Profis von Goldschmitt. Die kennen sich mit Umbauten in diesem Bereich ja bestens aus.

    Letztendlich habe ich mich selbst mit Goldschmitt in Verbindung gesetzt und der Werkstatt mitgeteilt welche Alufelgen und Reifen nunmehr zu bestellen sind. 

    Nun ist das Thema erledigt. Die Hinterachse kann nunmehr mehr Gewicht vertragen. Jetzt sind es 2.240 kg und alles passt.

    Ich kann nur jedem Käufer den Rat geben. Nicht auf die Angaben in den Katalogen vertrauen und einfach das Fahrzeug vorher mal wiegen lassen. Bei uns war aufgrund des Sondermodells noch ne ganze Menge an Gewicht dabei. Selbst den Verkäufern sind die Begriffe wie Achslast teilweise gar nicht bekannt.

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